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Starke Stimmen, gewagte Klänge

[rh] Die kommenden Frühlingsmonate bringen eine ganze Reihe spannender Liveacts aus dem Süden und Osten der Welt in die Schweiz. Aus unserer umfangreichen Veranstaltungsagenda sei hier auf drei Projekte von Musikerinnen aus Aegypten, der Türkei und aus Bosnien hingewiesen.

 

Die Egyptian Females Experimental Music Sessions leben vom Zusammenspiel von sechs experimentellen Klangdesignerinnen aus Kairo, welche während ihrer Tournee in fünf Schweizer Städten gastieren. Das Projekt verspricht eine soundästhetische Erfahrung anderer Art. In ihrer „Noise Music“, wie es die Musikerinnen nennen, werden traditionelle klangliche Sphären auf radikale Weise de- und rekonstruiert, formale Grenzen verschoben und Feldaufnahmen aus dem Kairoer Alltag über künstlich erzeugte Soundflächen gelegt.

 

Eine dunkle und eher sanfte Musik ist an den Konzerten von Gaye Su Akyol und ihrer Band zu erleben, welche gerne als psychedelischer Folk bezeichnet wird. Melodien und Rhythmen aus der traditionellen türkischen Musik vermengen sich dabei mit atmosphärischen Elementen aus dem Surf Rock und der Gothic-Ästhetik eines Nick Caves. ...mehr

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Erschienen

Kara Sylla Ka

Fatima (2017)

[ma] Der in Genf lebende senegalesische Singer und Songwriter Kara Sylla Ka ist ein unruhiges Gemüt. Nach einer längeren Konzertserie mit einer recht rockigen Band, die ihn auch nach China und nach Sansibar führte und als Supporting Act von Salif Keita, Tiken Jah Fakoly oder Habib Koité aufspielen liess, veröffentlichte er 2015 eine Mini-CD mit Afrobeat und öffnete damit ein neues Fenster in seinem Repertoire. Die Einladung an das Reggae City Festival in Ouagadougou im März 2016 wurde für Kara zum Anlass, mit Musikern in Burkina Faso gleich die Grundlage eines Albums einzuspielen, welches nun erst erschienen ist. Dieses ist ausschliesslich einem Rhythmus gewidmet, welcher in seinen Konzerte immer wieder auftauchte: afrikanischer Reggae. In 10 Titeln umkreist er diesen prägnanten Musikstil und liefert dabei auch eine Hommage an Bob Marley. Im Vordergrund stehen jedoch immer sein relaxter Gesang und seine Kommentare zur politischen, spirituellen oder moralischen Lage der Welt, meist in der Sprache der Fulbe, vereinzelt aber auch Französisch oder Englisch: „Lieber kein Geld als keine Seele“. Die Plattentaufe geht am 12. Mai im Chat Noir in Genf über die Bühne.

 

       [CD Index]

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

SüdKulturFonds

Vergaben bis 31.3.2017


In den ersten drei Monaten wurden aus dem SüdKulturFonds 48 Gesuche behandelt und nach eingehender Prüfung 39 Beiträge als Defizitgarantien an Projekte aus allen Sparten gesprochen. Insgesamt wurde eine Summe von CHF 250‘000 vergeben, 63,5 % davon flossen an 23 Projekte der Sparte Musik. Dazu gehören die Jahres- resp. Saisonbeiträge an die Ateliers d’Ethnomusicologie in Genf, an die Jazzclubs Spirale in Fribourg, bee-flat in Bern und Moods in Zürich, aber auch das Cully Jazz Festival, zwei grosse Konzertreihen mit indischer klassischer Musik oder das Projekt mit einem Chor und einem Musikerensemble aus Beirut. Fünf Anträge aus der Sparte Literatur wurden mit CHF 18‘000 unterstützt, darunter zwei Beiträge an literarische Übersetzungen. Vier Beiträge flossen in die Sparte visuelle Kunst, drei an Theaterprojekte und in den Sparten Tanz und Film wurde je ein Beitrag gesprochen: an das Festival Belluard in Fribourg und das Festival international du film oriental in Genf.

 

Der nächste Eingabetermin für Gesuche ab CHF 5‘000 ist der 30. April 2017. Eingereicht werden können Gesuche für Projekte, welche frühestens ab Ende Mai zur Realisierung kommen. Alle Eingaben sind auf www.suedkulturfonds.ch elektronisch einzureichen.

   
 
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