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Visa for Music

[rh] Nach der vierten Ausgabe gilt mehr denn je: Visa for Music ist der wichtigste internationale Branchentreff für Nordafrika und den Nahen Osten. Der viertätige Event findet seit 2014 jeweils im November in der marokkanischen Hauptstadt Rabat statt und zielt darauf ab, KünstlerInnen aus der Region einem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Dies geschieht in Form von Showcases – dieses Jahr waren es rund sechzig! – Panels, Konferenzen und Speed Meetings.

 

Das Musikprogramm wurde wiederum von einer regionalen Jury aus arabischen und afrikanischen Branchenprofis ausgewählt. Es bot neben arrivierten Acts auch einige Überraschungen, die an den grossen, etablierten Messen mittlerweile oft ausbleiben. Zu den ganz grossen Publikumslieblingen gehörten dieses Jahr – um nur einige zu nennen – die franko- marokkanische Gruppe Aywa, die mit einer originellen Fusion, dem Charisma ihres Frontmanns und einem gewissen Heimvorteil auftrumpfte. Die junge kapverdische Folk-Pop-Sängerin Elida Almeida riss das tanzfreudige Publikum mit ihrer juvenilen Stimme und ihrer ansteckenden Energie fast ausnahmslos von den Stühlen. Und eine poetisch anmutende musikalische Rencontre fand unter dem Namen 3MA zwischen dem marokkanischen Oud-Spieler Driss El-Maloumi, dem malischen Koraspieler Ballaké Sissoko und dem Madegassen Rajery an der Valiha statt. ...mehr

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Erschienen

Der andere Literaturklub

Neue Bücher 2018

Viele Autorinnen sind im Programm des Anderen Literaturklubs 2018: Die Anthologie mit dem (Arbeits-)Titel „Kartographie des Weiblichen“ zum 30-jährigen Bestehen des LiBeraturpreises stellt Autorinnen aus allen Kontinenten vor. Im Roman „Mein pochendes Leben“ erzählt die koreanische Autorin Ae-ran Kim die Geschichte eines alten Kindes mit jungen Eltern. Nona Fernández, eine grosse Autorin aus Chile, nähert sich in „Die Strasse zum 10. Juli“ auf faszinierende Weise dem Brodeln aus Vergangenheit und Gegenwart unter Chiles Erde an. Das vierte Buch im Programm ist die wunderbare und erschütternde „Geschichte einer kurzen Ehe“ von Anuk Arudpragasam aus Sri Lanka.

Die Mitglieder erhalten neben vier belletristischen Werken aus Afrika, Asien und Lateinamerika die Literaturnachrichten, die mindestens zwei Mal jährlich erscheinen. Und wiederum werden den Mitglieder Gratiseintritte an Veranstaltungen angeboten.

Seit mehr als zwanzig Jahren existiert der Andere Literaturklub, eine Koproduktion von litprom (für Deutschland) und artlink (für die Schweiz). Für die Verlage ist es eine willkommene Möglichkeit, kostspielige Übersetzungen weiteren LeserInnen zugänglich zu machen. Das Jahresabonnement zum Preis von CHF 98 ist übrigens auch ein beliebtes Geschenk, für Mitarbeitende, Patenkinder, Partner und andere.

 

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

SüdKulturFonds

Letzte Gutsprachen für 2017


Auf den Eingabetermin vom 31. August gingen beim SüdKulturFonds Gesuche für Beiträge in der Höhe von rund 230‘000 Franken ein. Aus dem Budget 2017 standen für die dritte Expertenrunde noch knapp 80‘000 Franken zu Verfügung. Die 24 eingegangenen Anträge mussten folglich einer sehr strengen Prüfung unterzogen werden, sieben davon wurden abgelehnt. Bei mindestens drei Ablehnungen lag der Grund einzig darin, dass die KünstlerInnen nicht aus einem prioritären Land stammen, also einem Land, in welchem die DEZA selbst aktiv ist. Bei vielen weiteren Gesuchen wurde Beiträge weit unter der beantragten Summe gesprochen: Der Fonds kann nur jene Kosten berücksichtigen, welche aufgrund eines Engagements von KünstlerInnen entstehen, die ausserhalb Europas leben – internationale Flüge, Kosten für mehrtägige Unterbringung und Verpflegung. Hingegen sind z.B. im populärmusikalischen Bereich die Künstlergagen in erster Linie durch die Ticketeinnahmen zu decken. So auch bei Tourneen: Die Entschädigung der MusikerInnen ist durch die von den Veranstaltern bezahlte Gage zu decken, nicht durch Subventionen.

 

Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 125 Projekte unterstützt, die finanziellen Mittel des Fonds für das laufende Jahr sind damit ausgeschöpft. Nächster Eingabetermin (für Projekte ab Januar 2018): 30. November 2017.

   
 
   © artlink | Büro für Kulturkooperation      Design: Eva Rolli Visuelle Gestaltung