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Fast ein Neuanfang

[ma] Was 1991 als kleines Trommelfestival begann, endete überraschend 2015 mit Ky-Mani Marley und Keziah Jones auf der Bühne: das Afropfingsten-Festival, während vielen Jahren der wichtigste Treffpunkt für Liebhaber von Musik aus Afrika und der Karibik in der Schweiz. Das stete Wachstum bekam ihm über die Jahre nicht allzu gut, das Programm wurde mehr und mehr von Altstars und Mainstream besetzt, der stetige Run nach mehr und mehr Publikum wurde ihm zum Verhängnis. Nach einem Jahr Pause ist in Winterthur nun wieder Afropfingsten angesagt, weiterhin mit grossem Markt im Stadtzentrum, die Konzerte finden nun aber in kleinerem Rahmen in der Alten Kaserne statt. Die Monumentalität der alten Sulzer-Hallen bleibt Erinnerung. Auch die - sich widerholenden - grossen Namen dominieren nicht mehr das Programm, dafür gibt es wieder einiges zu entdecken: Gruppen wie Forró Miór aus Brasilien oder Soadaj aus der französischen Überseekolonie La Réunion, die zum ersten Mal in der Schweiz auftreten. Oder das BKO Quintet aus Mali, das Orchestra Poly-Rythmo oder Michel Pinheiro's African Salsa Orchestra, beide aus Bénin, die erst selten hierzulande waren, auch wenn letztere nicht unbedingt die ...mehr

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Erschienen

Amine & Hamza

Fertile Paradoxes
ARC Music (2017)

[rh] ‚Fertile Paradoxes‘ nennt sich das neue Album der in der Schweiz lebenden tunesischen Brüder Amine & Hamza M‘Raihi. International bekannt sind sie mittlerweile für ihre Virtuosität auf der Oud und dem Kanun, den beiden Königsinstrumenten der klassischen arabischen Musik. In ihrem jüngsten Werk erforschen sie die Versatilität dieser traditionellen Instrumente im Jazz, der westlichen Klassik, dem Flamenco und der indischen Musik. Entstanden sind acht atmosphärisch dichte Kompositionen, die einmal hypnotisch oder verträumt oder dann stürmisch und zeitweilen gar überbordend wirken. Der Albumtitel beschreibt dabei auf zugespitzte Weise sowohl die Wahl der Ingredienzen als auch die Art ihrer Zubereitung: Kanun trifft auf Saxophon, Cello auf Tabla, Akkordeon auf Oud. Instrumente und Musikrichtungen, die gewöhnlich nicht miteinander agieren, vermischen sich auf diesem Album zu unerhörten und interessanten Klangfarben. Die Herkunftsländer der Musiker und selbst die Aufnahmeorte erstrecken sich von Indien, Polen, der Schweiz, Frankreich und Tunesien bis hin in die USA. ‚Fertile Paradoxes‘ liefert ein weiteres eindrückliches Exempel dafür, dass sich gute Musik nicht um Kategorien scheren muss und dass sich in ihr nichts grundsätzlich ausschliesst.

 

       [CD Index]

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

SüdKulturFonds

Vergaben bis 31.3.2017


In den ersten drei Monaten wurden aus dem SüdKulturFonds 48 Gesuche behandelt und nach eingehender Prüfung 39 Beiträge als Defizitgarantien an Projekte aus allen Sparten gesprochen. Insgesamt wurde eine Summe von CHF 250‘000 vergeben, 63,5 % davon flossen an 23 Projekte der Sparte Musik. Dazu gehören die Jahres- resp. Saisonbeiträge an die Ateliers d’Ethnomusicologie in Genf, an die Jazzclubs Spirale in Fribourg, bee-flat in Bern und Moods in Zürich, aber auch das Cully Jazz Festival, zwei grosse Konzertreihen mit indischer klassischer Musik oder das Projekt mit einem Chor und einem Musikerensemble aus Beirut. Fünf Anträge aus der Sparte Literatur wurden mit CHF 18‘000 unterstützt, darunter zwei Beiträge an literarische Übersetzungen. Vier Beiträge flossen in die Sparte visuelle Kunst, drei an Theaterprojekte und in den Sparten Tanz und Film wurde je ein Beitrag gesprochen: an das Festival Belluard in Fribourg und das Festival international du film oriental in Genf.

 

Der nächste Eingabetermin für Gesuche ab CHF 5‘000 ist der 30. April 2017. Eingereicht werden können Gesuche für Projekte, welche frühestens ab Ende Mai zur Realisierung kommen. Alle Eingaben sind auf www.suedkulturfonds.ch elektronisch einzureichen.

   
 
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