Das Büro für Kulturkooperation artlink ist die Schweizer Fachstelle für Kunst und Kultur aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa.

Von Basel nach Martigny

Der Musiker Morena Leraba aus Lesotho und die Frauengruppe Lemma aus dem Süden Algeriens sind zwei spannende musikalische Acts, die im Juni – mit Unterstützung des SüdKulturFonds – erstmals auf Schweizer Bühnen stehen werden. Leraba präsentiert sich im traditionellen Gewand der Schafhirten aus dem Dorf seiner Jugend und lässt den vom Famo, der Musik aus den Goldminen Südafrikas, beeinflussten Sprechgesang in einer exzentrischen Bühnenshow auf harte elektronische Beats prallen. Die neunköpfige Frauenband Lemma aus der algerischen Wüstenregion Saoura entwickelt ihrerseits mit Gesang, elektrischer Gitarre, der Bass-Laute Guembri, viel Perkussion, Händeklatschen und Tanz eine hypnotische Performance mit profanen und spirituellen Einflüssen.
Daten und Orte: 13.6. Kaserne Basel (Morena Leraba), 14.6. Festival des 5 Continents Martigny (Lemma).

Salon Africain

Buchmessen spiegeln die Probleme der Buchbranche: Immer weniger Verlage leisten sich einen Ausstellungsstand, und die Veranstalter kaschieren die leeren Flächen mit grosszügigen Cafés und Werbeständen. Der Salon du livre in Genf hat immer schon auf Eventbühnen gesetzt – der Salon Africain ist sicher die wichtigste.

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Geleitet von der Autorin Pascale Kramer und dem Literaturkritiker Boniface Mongo Mboussa waren vom 1. – 5. Mai wiederum zahlreiche Autoren und Autorinnen zum Gespräch geladen. Die Trägerin der Alternativen Nobelpreises 2018, die 82jährige Maryse Condé, hatte das Publikum mit ihrem Witz und ihrem vifen Geist in der Tasche. Beeindruckt hat auch der gleichaltrige kongolesische Autor Henri Lopes mit dem jüngsten Buch „Il est déjà demain“ – einer Auseinandersetzung mit der Métissage als Thema seines Lebens. Preisträger des Prix Ahmadou Kourouma war dieses Jahr David Diop, der in „Frère d’âme“ aus der Sicht eines „Chocolat“ von den Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs erzählt. Der Salon Africain ist über die Jahre ein Treffpunkt geworden, an dem auch zahlreiche afrikanische Verleger*innen eingeladen sind. Für sie sind die Fachtreffen und der Austausch im Rahmen von Assises, begleitend zum Salon, sehr wichtig.

Der Salon du livre in Genf wird ab 2020 Ende Oktober stattfinden – die Organisatoren erhoffen sich mehr Publikum.     

    

Agenda
Dienstag
 
28.05.2019
Bern

Neubrückstrasse 43
3011 Bern
www.bierhuebeli.ch

20.00 Jimmy Cliff (Jamaica) Reggae

Seelisberg

Dorfstr. 63
6377 Seelisberg
www.meru.ch

20.00 Indrajit Roy Chowdhury (India) Sitar, Indranil Malik Indrajit, Tabla

Dorfstr. 63
6377 Seelisberg
www.meru.ch

Oindrila Roy Mallick (India) Bharatanatyam